AKTUELL

Liebe Mitglieder und Freunde der Kirche San Niclà
Wir freuen uns sehr, dass bald wieder geschaut, gestaunt und geklatscht werden kann.
DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN
Veranstaltungen wieder möglich, Museen und Bühnen offen – so steht es um Kunst und Kultur in der Schweiz
Die Kulturbranche erwacht aus dem langen Corona-Schlaf, doch die Möglichkeiten bleiben stark eingeschränkt.

Die neusten Entwicklungen
Ab Montag, 19. April, dürfen Veranstaltungen unter Einhaltung von Schutzmassnahmen und unter Einschränkungen wieder stattfinden. An der freien Luft sind bis 100 Besucher erlaubt, für Innenräume wie Kinos, Theater und Konzertsäle gilt eine Obergrenze von 50 Personen. Klubs und Tanzlokale bleiben geschlossen. Dies gab der Bundesrat am 14. April bekannt.
Mittelalterliche Kirche: Die romanische Kirche von San Niclà mit halbrundem Chor wurde kurz vor dem Jahre 1200 gebaut. San Niclà liegt an einer uralten Strasse, wo der Inn zuerst durch eine Furt und, wahrscheinlich schon sehr früh im Mittelalter, über eine Brücke überquert werden konnte. Dass noch im ausgehenden Mittelalter der Talweg von Ramosch über Raschvella nach San Niclà führte, beweist das zum Teil noch an der Südwestfassade des Turmes erhaltene monumentale Christophorus Gemälde. Es wurde den Reisenden nur sichtbar, wenn sie diesen rechtsseitigen Talweg über Raschvella benutzten. Der heilige Christophorus ist u. a. der Nothelfer der Schiffer und Brückenbauer.
Als dann etwa um die Mitte des 15. Jahrhunderts der linksseitige Talweg durch Plattamala gebaut wurde, verlor die Kirche von San Niclà ihre regionale Bedeu-tung. Dass sie aber mindestens bis zum Bau der Kirche von Strada (1750) benutzt wurde, beweist das im Jahre 1718 eingebaute, noch gut erhaltene Schiffs-gewölbe.
Im "Anzeiger für schweizerische Altertumskunde" 1876, geschrieben von Johann Rudolf Rahn aus Zürich, S. 717, steht folgendes geschrieben:
"Schleins, Unterengadin. Die weit unterhalb des Bergdorfes auf dem anderen (rechten) Innufer wenig oberhalb Strada gelegene Kirche S. Nicolaus ist heute in ein Bauernhaus verwandelt. An der S.-W.-Ecke des Schiffes, und theilweise in dasselbe hineingebaut, steht der schmucklose romani-sche Thurm, in den beiden oberen Geschossen mit je zwei gekuppelten Rundbogenfenstern versehen und mit einem niedrigen Zeltdache bedeckt. Die halbrunde Apsis an der Ostseite ist zum Theil zerstört und jetzt mit einem Satteldach versehen. 1874."
Um zu verhindern, dass die Kirche zu einem Ferienhaus oder etwas ähnlichem umgestaltet würde, gründeten einige initiative Leute aus der Region im Jahre 1982 eine Stiftung mit dem Ziel, die Kirche in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, damit sie wieder als solche benutzt werden könne.
Bereitgestellt: 14.05.2021     Besuche: 19 heute, 327 Monat
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