| Herzlich willkommen bei der Religiös-Sozialistischen Vereinigung der Deutschschweiz (RESOS) Als Religiösen Sozialismus bezeichnet man das Eintreten von Angehörigen des Christentums aus Gründen ihres Glaubens für eine sozialistische Gesellschaftsordnung. Der Begriff bezeichnet ursprünglich eine Strömung im deutschsprachigen Protestantismus, die um 1900 in der Schweiz entstand. Sie wuchs in der Weimarer Republik Deutschlands zu einer evangelischen Kirchenpartei heran, die sich 1926 als Bund der religiösen Sozialisten Deutschlands (BRSD) organisierte. Vergleichbare Strömungen entstanden auch in anderen christlichen Konfessionen und Staaten. Die Religiös-Sozialistische Vereinigung ist ökumenisch und versteht sich nicht als exklusiv christlich. |
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| dringender Aufruf | Kriegsmaterialreferendum unterschreiben Die heutigen Kriterien zum Kriegsmaterialexport verhindern, dass Schweizer Waffen in Bürger-kriegsländer oder an Unrechtsregime geliefert werden. Parlament und Bundesrat wollen diese Regeln nun massiv lockern und Exporte sogar an Staaten erlauben, die in bewaffnete Konflikte verwickelt sind, Menschenrechte systematisch verletzen und Waffen gegen die Zivilbevölkerung einsetzen. Gleichzeitig sollen Erklärungen zur Nicht-Wiederausfuhr grundsätzlich abgeschafft werden, sodass Schweizer Waffen unkontrolliert in Kriegen weltweit landen könnten. Diese Änderung untergräbt die Schweizer Neutralität, gefährdet unsere Sicherheit und verstösst gegen die humanitäre Tradition der Schweiz. Mit dem Referendum können wir verhindern, dass diese gefährlichen Lockerungen in Kraft treten. > keine Schwächung der Ausfuhrkriterien > keine Schwächung der demokratischen Kontrolle > keine Waffenexporte an Unrechtsregime > kein Blankocheck für Waffenausfuhren in autoritäre Staaten > keine Profite der Rüstungsindustrie zulasten der Zivilbevölkerung > kein Kontrollverlust bei der Wiederausfuhr von Waffen > keine geheuchelte Solidarität mit der Ukraine Hier kann der Unterschriftsbogen heruntergeladen werden: https://kriegsmaterial-referendum.ch/wp-content/uploads/2026/01/Unterschriftenbogen_A4_Kriegsmaterial.pdf Der Bogen wird auch dem nächsten Bulletin beiliegen: bitte unterschreibe und sammle im Freundeskreis weitere Unterschriften für dieses wichtige Referendum ! |
| Friedensfähig werden! | Friedensruf von Christinnen und Christen Friedenssynode Hannover, 1. Mai 2025 Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ lautet die Lehre daraus. Jetzt ist erneut von „Kriegstüchtigkeit“ die Rede. Jesus Christus aber sagt: „Selig sind, die Frieden stiften“. Die aktuellen Kriege sind für uns eine Mahnung zur Umkehr. Gottes Wort ruft uns, friedensfähig zu werden. 1. Du sollst nicht töten! (2. Mose 20,13) Das Tötungsverbot gilt auch angesichts von Krieg und Gewalt. In jedem getöteten Menschen stirbt ein Ebenbild Gottes. Wir können keine Waffen auf andere Menschen richten, weil wir „damit die Waffen auf Christus selbst richteten“ (Dietrich Bonhoeffer). 2. Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen! (Matthäus 5,44) Es wird gesagt, Aggressoren müssten auf dem Schlachtfeld besiegt oder militärisch zu Verhandlungen gezwungen werden. Jesus Christus mutet uns jedoch zu, unsere Feinde zu lieben. Das bedeutet nicht, Unrecht und Aggression hinzunehmen. Doch es verlangt, sich von vereinfachendem Gut-Böse-Denken zu lösen und die eigene Mitverantwortung für die Entwicklung von Konflikten zu erkennen. 3. Denn uns ist ein Kind geboren, ein … Friedefürst. (Jesaja 9,5) Es wird gesagt, wir erlebten eine Zeitenwende, die eine Politik der militärischen Stärke erfordere. Für uns hat sich die Zeitenwende in Jesus Christus ereignet. Wir setzen nicht auf die Gewalt der Waffen, sondern auf Diplomatie und gewaltfreien Widerstand. 4. Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch. (Matthäus 20,25f) Es wird gesagt, Menschen zum Kriegsdienst zu zwingen sei legitim, um Freiheit und Menschenrechte zu verteidigen. Unsere Solidarität aber gilt allen, die den Kriegsdienst verweigern oder sich ihm entziehen. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht. 5. Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen. (Matthäus 26,52) Es wird gesagt, Gewaltverzicht sei naiv, unrealistisch und unvernünftig. Jesus aber lehrt uns die Vernunft eines Gewaltverzichts, der die Spirale der Eskalation durchbricht. Krieg produziert ungezählte Tote, Verletzte, Vertriebene und Traumatisierte. Er bedroht das Leben auf unserer Erde, bis hin zur atomaren Vernichtung. Darum treten wir ein für die Rückkehr zur Abrüstung und den Verzicht auf Rüstungsexporte. 6. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit sein auf ewig. (Jesaja 32,17) Es wird gesagt, die Wirtschaft müsse wachsen. Dies führt ökologisch und sozial in eine Sackgasse. Der Wettstreit um Ressourcen führt heute schon zu Kriegen. Die Folgen sind verheerend, vor allem für den globalen Süden. Jesus Christus jedoch hat das Teilen und die Rücksichtnahme gelehrt. Voraussetzung für den Frieden ist eine Wirtschaft, die das Gemeinwohl sowie den Umwelt- und Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt. 7. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Speere zu Sicheln … und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. (Micha 4,3) Es wird gesagt, wir müssten kriegstüchtig werden und Frieden durch Aufrüstung sichern. Wir aber wollen friedensfähig werden. Geld, Zeit, Kreativität und andere Ressourcen müssen in die soziale, kulturelle und ökologische Transformation investiert werden statt in Waffen und Krieg. Wer Frieden will, muss Frieden üben. Wir beten und arbeiten für eine Kirche, die den Frieden Jesu Christi bezeugt und ausbreitet. Wir treten ein für eine Welt ohne Gewalt. Wir ermutigen uns gegenseitig zu einer Praxis des Friedens – im Vertrauen auf Gottes Frieden. |
| Versammlungen | Mitgliederversammlung vom 24. Mai 2025 in Bern An diesem schönen Frühsommer-Samstag hat im Kirchgemeindehaus Nydegg die gut besuchte erste Jahresversammlung unter dem neuen Vorstand stattgefunden. Gerold Rorh verdankte die geleisteten Arbeiten von Vorstand und Freiwilligen, insbesondere Hanna Götte (Archiv), Elisabeth Bäschlin (Organisation Jahresversammlung), Hans Walder (vormaliger webmaster und Kassier) und Urs Häner (Adressbereinigung). Danach führte Silvia Schroer als Tagespräsidentin durch die Traktanden: der Vorstand hat nach einigen Schwierigkeiten mit Postfinance inzwischen auch die Kasse übernehmen können und steht damit voll in der Verantwortung. Das erste Bulletin ist erschienen und die Adressen sind weitgehend bereinigt. Mit dem Rechnungsversand soll ein letzter Aufruf zur Freigabe der mail-Adresse oder des analogen Versands erfolgen; wer sich daraufhin nach wie vor nicht meldet, dessen Adresse soll gestrichen werden. Der neue Kassier Eugen Schmid informiert über den Kassenstand; eine Rechnung für den Rest des 2024 oder ein Budget 2025 wird nicht vorgelegt, hingegen genehmigt die Versammlung das Budget 2026. Die Mitgliederbeiträge für 2025 und 2026 sollen 50 Franken für Einzelpersonen und 80 Franken für Paare und Institutionen betragen. Der Rechnungsversand mit einem QR-Einzahlungsschein soll zeitnahe erfolgen. Das 'gewichtigste' Traktandum war das up-date unserer in die Jahre gekommenen website: dafür stellte Joggi Riedtmann das angedachte screen design und eine Offerte vor. Diese würde knapp die Hälfte der aktuellen Mittel binden, weswegen aus der Versammlung beantragt wird, eine Konkurrenzofferte einzuholen. Dem Anliegen stimmt die Versammlung zu und genehmigt den Antrag für das up-date der website im Maximalbetrag der vorliegenden Offerte. Pendent ist das weitere Vorgehen bezüglich Archiv und Nutzung des Gartenhofs, und auch das nächste Bulletin soll im Herbst erscheinen. Geplant ist eine Fortführung der Gedanken zum Reich Gottes und angedacht ist eine Rubrik mit Buchbesprechungen. Und selbstverständlich sind Beiträge aus der Mitgliederschaft jederzeit herzlich willkommen ! Nach dem statutarischen Teil und der Jahresversammlung der theologischen Bewegung erfreute der Berner Chor "linksdrall" die Versammelten mit seinen Liedern und der Tag fand mit einem Apéro riche der Seeländer Landfrauen einen gemütlichen Ausklang. |
| Unser Selbstverständnis | Wir stehen ein für Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung. Wir arbeiten an einem demokratischen Sozialismus in der Hoffnung auf das Reich Gottes. Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein Mt. 20, 25f Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben Und lässt die Reichen leer ausgehen Lukas 1, 52ff Werde Mitglied oder Freundin/Freund der RESOS! Religiöse Sozialistinnen/Sozialisten und sozialistische Theologinnen/Theologen (Eine Auswahl) |