Berichte aus dem Gemeindeleben

Musikgesellschaft Tamins —  Die Musikgesellschaft umrahmte den Gottesdienst in gewohnt feierlicher Form.

Vier Taufen —  Vier Kinder wurden dieses Jahr auf Kunkels getauft: Melina Leana Lampert aus Fürstenau, Michèle und Leonie Sablonier aus Rhäzüns und Miro Schneller aus Tamins.

Die grosse Gottesdienstgemeinde auf Kunkels —  Bei schönstem Wetter traf man sich am 26. Juli 2009 von nah und fern für den Berg-Gottesdienst auf dem Kunkels.

Hier hat es viel Platz für Berichte und Fotos.

Wenn Sie gerne einen solchen verfassen und veröffentlicht sehen möchten oder Fotos haben zu einem Anlass der Kirchgemeinde, nehmen Sie bitte mit dem Pfarramt Kontakt auf.

Seniorenausfahrt auf Überuf 22. August 2010 Wie jedes Jahr lud die Kirchgemeinde die Senioren von Tamins ein, für einen Ausflug auf Überuf. Den Bericht dazu finden Sie hier: Bericht Seniorenausflug
Zusammenarbeit Pfarrehepaare Ott & Felix Maienfeld und Tamins liegen nicht nur beide am Rhein, sondern haben auch beide seit kurzem ein Pfarrehepaar, das den kirchlichen Dienst versieht. Pfarrehepaare haben unter anderem den Vorteil, dass beide Ehepartner zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten wirken können. Seit 2009 haben wir im jeweils acht Sonntage vorgesehen, an denen wir uns gegenseitig im Gottesdienst vertreten werden: Das Pfarrehepaar Georg und Anja Felix-Candrian wird jeweils an dem einen Sonntag in Tamins und in Maienfeld predigen und so dem Pfarrehepaar von Maienfeld einen freien Sonntag ermöglichen – an einem nächsten Sonntag sind die Pfarrers von Maienfeld, Michael und Karin Ott-Jörke an der Reihe und entsprechend haben die Taminser frei. Den Kirchgemeinden entstehen durch diesen „Pfarrertausch“ keine Vertretungskosten und die Pfarrleute erarbeiten sich sozusagen hin und wieder einen freien Familiensonntag. Für die Kirchgemeindeglieder werden die Vertretungspfarrleute so mit der Zeit zu vertrauten Gesichtern.

Karin Ott- Jörke (1966) ist in Lachendorf am Südrand der Lüneburger Heide zwischen Hannover und Hamburg als Zweitälteste zusammen mit drei Brüdern in einer Handwerkerfamilie aufgewachsen. Nach dem Abitur in Celle schwankte sie in der Berufswahl zwischen Psychologie, Theologie oder Kriminalkommissarin. Während des Studiums lernte sie in Basel Michael Ott kennen und wurde später durch Heirat auch Schweizerbürgerin. Sohn Jonathan ist vor 13 Jahren in Thusis geboren, Tochter Lena kam vor 11 Jahren in Laufenburg AG zur Welt.

Michael Ott (1962) ist als mittlerer von drei Brüdern in einem Pfarrhaus im Baselbiet aufgewachsen. Nach dem Gymnasium absolvierte er erst die Ausbildung zum Primarlehrer, später entschloss er sich zum Theologiestudium. Seine Vorfahren mütterlicherseits sind Walser aus Langwies im Schanfigg, dadurch war der Bezug zu Graubünden vorhanden.
Nach dem Studium absolvierten beide das Vikariat in Graubünden (in Churwalden-Parpan und Malix), bevor sie ihre beruflichen „Lehr- und Wanderjahre“ antraten, die sie zuerst für vier Jahre ins Pfarramt Präz/Sarn-Tartar-Portein an den Äusseren Heinzenberg führten. Daneben absolvierte Karin eine berufsbegleitende psychologische Zusatzausbildung in Zürich, was dazu führte, dass sie in der Folge für zwei Jahre als pfarramtliche Verweser im aargauischen Laufenburg tätig waren, bevor sie ab 1999 die Kirchgemeinde Celerina im Oberengadin übernehmen konnten. Seit August 2008 teilen sich Michael und Karin Ott nun das Pfarramt Maienfeld in der Bündner Herrschaft.
Erlebnisbericht zur Trauerfeier am Weltgedenktag verstorbener Kinder Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Betroffene rund um die ganze Welt um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle innert 24 Stunden die ganze Welt umringt.
Zu diesem Anlass fand dieses Jahr zum ersten Mal in Graubünden eine Trauerfeier in der reformierten Kirche in Tamins statt.
Zwei betroffene Mütter des Vereins Regenbogen Graubünden gestalteten den Gottesdienst mit. Um 20:00 Uhr begrüsste Pfarrer Georg Felix die zahlreich erschienene Gemeinde.

Es gibt Momente im Leben da steht die Welt für Augenblicke still und wenn sie sich dann weiter dreht, ist nichts mehr wie früher.

Ich bin selbst eine betroffene Mutter und war zutiefst von der Atmosphäre, die in der Kirche herrschte ergriffen. Diese Gemeinschaft machte deutlich, dass wir nicht alleine sind mit diesem unfassbaren Schmerz und machte mir Mut, offen über den Verlust meines Kindes zu trauern.
Als Zeichen und im Gedenken an unsere verstorbenen Kinder zündeten die betroffenen Angehörigen für jedes Kind eine Kerze an. Jedes dieser Lichter steht für das Wissen, dass unsere Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Es war für alle spürbar dass diese Kerzen ein wenig Licht in das tiefe Dunkel der Trauer tragen sollen. Auch wurden die Namen der Kinder in ein Trauerbuch eingeschrieben, die dann im Verlauf des Gottesdienstes vorgelesen wurden.
Im Anschluss konnte man sich bei Kaffee und Kuchen austauschen. Ein grosser Dank an alle, die diese Trauerfeier ermöglicht und einfühlsam gestaltet haben! (sk)



Seitenanfang  - update: 24.08.2010 - verantwortlich: Kirchgemeinde Tamins Mail schreiben  -  kirchgemeinde.ch