Disposition und Geschichte unserer Orgeln

Orgel Diemtigen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>138</div><div class='bid' style='display:none;'>10666</div><div class='usr' style='display:none;'>211</div>

Orgel Kirche Diemtigen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>373</div><div class='bid' style='display:none;'>11099</div><div class='usr' style='display:none;'>211</div>

Orgel Schwenden<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchgemeinde.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>138</div><div class='bid' style='display:none;'>10667</div><div class='usr' style='display:none;'>211</div>

Orgel Diemtigen (Foto links) Im Jahre 1795 wurde eine kleine Orgel zur Begleitung des Kirchengesangs angeschafft. Sie war nach St. Stephan die zweite Kirchenorgel im Simmental. Diese entsprach eher einer Emmentaler Bauernhausorgel (ohne Pedal) und wurde möglicherweise schon zu einem früheren Zeitpunkt durch den bekannten bernischen Orgelbauer Johannes Stölli erbaut. Dieses Orgelwerklein diente der Gemeinde hier bis 1889, wurde dann ins nahe gelegene Schulhaus in Zwischenflüh versetzt, wo es weiterhin in Gottesdiensten verwendet wurde.

1890 baute Ernst Buff aus Basel ein neues Instrument mit 11 Registern auf 2 Manuale und Pedal verteilt. Das Steuerungssystem entsprach den vermeintlichen technischen Fortschritten, bewährte sich jedoch auf die Länge nicht.

So drängte sich im Jahre 1942 ein Neubau auf. Damit wurde die Orgelbaufirma Kuhn in Männedorf beauftragt. Sie installierte eine für den Kirchenraum verhältnismässig grosse und um 3 Register erweiterte Orgel mit offenem Gehäuse und einer Jalousieschwellvorrichtung zur Nuancierung der Tonstärke. Leider fiel der Bau in den Anfang der Orgelreform mit der Rückbesinnung auf bewährte Techniken, die aber noch nicht voll zum Tragen kamen und Fehler aufwiesen.

Nach fast 60 Jahren stand man wieder auf der Stufe eines Neubauprojektes. In diesem sollten zweckbestimmende Aspekte wie Klang und Raum, Spiel- und Verwendbarkeit, optische und künstlerische Gestaltung, Platzersparnis, denkmalpflegerische Überlegungen und finanzielle Gegebenheiten auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden.

Nachdem die Offerten von drei Orgelbaufirmen besprochen worden waren, entschied sich die Orgelbaukommission erneut für die Fa. Kuhn. Diese durfte den Bau daraufhin im Jahre 2000 ausführen. Das neue Instrument mit seinen 14 klingenden Stimmen und 941 Pfeifen wird den Anforderungen voll gerecht. Das Gehäuse aus massivem Lärchenholz weist nun eine konventionelle, in drei Türmen mit zwei Zwischenfeldern durchbrochene Pfeifenfasssade auf und ergibt eine kompakte und wohlproportionierte Wirkung. Die geschnitzten Engels- und Blumenmotive aus naturbelassenem Lindenholz entstammen den Künstlerhänden eines Diemtigers. Die Register und Tasten werden rein mechanisch betätigt. Beim Intonieren wurde speziell auf die Misch- und Verschmelzungsfähigkeit der Register geachtet.

Das Werk ist dank vieler Bemühungen der Verantwortlichen und Spenden aus der Bevölkerung hervorragend gelungen. Dem wertvollen neuen Instrument möge es vergönnt sein, den Spielenden, Singenden und Zuhörenden in Zukunft und über Jahre dienen zu können, in Freud und Leid, im Gottesdienst und Konzert.

Hans Hofer, 2016 (

Quelle:
- Hans Gugger: Die bernischen Orgeln


Disposition der Orgel in der Kirche Diemtigen (siehe auch Dokument unten im Anhang):

14 klingende Register, 1 Verlängerung, 2 Vorzüge

I. Hauptwerk C – g 3
1. Principal 8 ‘
2. Gedackt 8 ‘
3. Octave 4 ‘
4. Rohrflöte 4 ‘
5. Quinte (1) 2 2/3 ‘
6. Sesquialtera 2 2/3 ‘ + 1 3/5 ‘
7. Superoctave (2) 2 ‘
8. Mixtur 3-4f. 2 ‘

II. Positiv C – g 3
1. Holzgedackt 8 ‘
2. Gambe 8 ‘
3. Blockflöte 4 ‘
4. Flageolet 2 ‘
5. Larigot 1 1/3 ‘
6. Dulcian 8 ‘

P. Pedal C – f 1
1. Subbass (3) 16 ‘
2. Flöte (4) 8 ‘
3. Trompete 8 ‘

(1) Vorabzug aus Sesquialtera
(2) Vorabzug aus Mixtur
(3) ab c° offen
(4) Verlängerung Subbass

Koppeln II-I, I-P, II-P
Tremulant auf beide Manualwerke
Traktur mechanisch
Registratur mechanisch

Einweihung am 10. Dezember 2000
Orgelbau Kuhn AG, CH-Männedorf

Sandra Tosetti, 2016


Orgel Schwenden (Foto rechts) Eine kleine Orgel mit wenigen Registern bezeichnet man als Positiv (von poser), das heisst, dass es an einem beliebigen Ort aufgestellt werden kann. Ist dies noch mit einer Fusstastatur versehen, lässt sich ein Teil der grossen Orgelliteratur darauf spielen. Dieses trifft für das Instrument in Schwenden zu.

Die 1911 unter dem damaligen Kurhaus erbaute einzigartige Waldkapelle musste lange Zeit ohne Orgelklänge auskommen. Das änderte sich im Jahre 1987 mit dem Kaufangebot eines 1974 erbauten Positivs mit 4 Registern der Orgelbaufirma Kuhn in Männedorf. Seine Grösse entsprach ideal den Platzverhältnissen im kleinen Chor. Die Frontseite ist hübsch gegliedert und passt optisch gut in den schlichten Raum. Wünschenswert wäre allerdings, das zierliche Gehäuse aus Gründen der Symmetrie und Klangabstrahlung in die Raummitte zu versetzen.

Obwohl die üblichen Basspfeifen fehlen, auf dem sich der Orgelklang normalerweise aufbaut, ergeben die wenigen Register genügend Kraft, den Gemeindegesang zu führen, andere Instrumente zu begleiten und ihre weiteren liturgischen Aufgaben zu erfüllen.

Das harmonische Orgelwerklein bereichert die Gottesdienste in mancher Weise und ist heute von der Bevölkerung kaum mehr wegzudenken.

Hans Hofer, 2016

Quelle:
- Hans Gugger: Die bernischen Orgeln


Disposition der Orgel in der Kapelle Schwenden (siehe auch Dokument unten im Anhang):

1-manualig mit Pedalkoppel

Gedackt 8‘
Flöte 4‘
Quinte 1 1/3 ‘
Principal 2‘
Geteilte Schleifen zwischen h° und c‘

1974 Orgelbau Kuhn AG, Ch-Männedorf
1987 als Occasion gekauft und nach Schwenden geliefert

Sandra Tosetti, 2016


Dokumente
Dokument Grösse Version/Datum
pdf Disposition Orgel Diemtigen 44 KB 18.05.2016
pdf Disposition Orgel Schwenden 37 KB 18.05.2016



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